News: Die Sierra-Studie: Teil 7 - Die Jahre 1992 und 1993
Interessant, dass Sierra id kaufen wollte. Wenn das geklappt hätte und Origin (vereinfacht dargestellt) bei Sierra geblieben wäre, dürfte es die Firma heute noch geben.
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News: Die Sierra-Studie: Teil 7 - Die Jahre 1992 und 1993
03.03.2010, 20:23- Mr.Brain
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Re: News: Die Sierra-Studie: Teil 7 - Die Jahre 1992 und 1993
03.03.2010, 22:48Stimmt. Die Sache mit id Software war einfach schlecht geregelt. Ken Williams hatte ja das Näschen, aber wollte zu dieser Zeit nicht mehr Geld ausgeben. Das war schade. Denn mit id Software und der Wolfenstein-, Doom- und Quake-Serie hätte man diesen Betrag locker wieder eingespielt. Zumal die Quake-Engine in der Folge auch noch an andere Firmen lizenziert wurde, was regelmäßige Erträge in Form von Lizenzeinnahmen generierte.
Alternativ wäre natürlich auch eine Origin Übernahme seitens Sierra zumindest in der Theorie möglich gewesen. Da aber der damalige Inhaber von Origin, Richard Garriot sich seinerzeit mit Ken Williams bzgl. der Bezahlung des Ultima II Ports für weitere Systeme zerstritten hatte, wäre der Deal vermutlich aufgrund der persönlichen Vorbelastung nicht zustande gekommen. Origin ging ja auch nur deswegen an EA, weil ein Jahr zuvor Trip Hawkins das Zepter abgegeben hatte. Trip Hawkins und Richard G. waren seinerzeit erbitterte Feinde, was sogar in Ultima 7 thematisiert wurde. E und A waren Verbrecher und das EA Logo fungierte als Werkzeug, das "Welten zerstören konnte".
Wir werden aber auch in den weiteren Studien erfahren, das Sierra fast keine Chance hatte, sich der Übernahmeschlacht zu entziehen. Das war und ist das Manko von Aktiengesellschaften. Man opfert seine Selbständigkeit zugunsten eines Traums auf und wird schlimmstenfalls irgendwann geschluckt und dann schrittweise zerstört.
Alternativ wäre natürlich auch eine Origin Übernahme seitens Sierra zumindest in der Theorie möglich gewesen. Da aber der damalige Inhaber von Origin, Richard Garriot sich seinerzeit mit Ken Williams bzgl. der Bezahlung des Ultima II Ports für weitere Systeme zerstritten hatte, wäre der Deal vermutlich aufgrund der persönlichen Vorbelastung nicht zustande gekommen. Origin ging ja auch nur deswegen an EA, weil ein Jahr zuvor Trip Hawkins das Zepter abgegeben hatte. Trip Hawkins und Richard G. waren seinerzeit erbitterte Feinde, was sogar in Ultima 7 thematisiert wurde. E und A waren Verbrecher und das EA Logo fungierte als Werkzeug, das "Welten zerstören konnte".
Wir werden aber auch in den weiteren Studien erfahren, das Sierra fast keine Chance hatte, sich der Übernahmeschlacht zu entziehen. Das war und ist das Manko von Aktiengesellschaften. Man opfert seine Selbständigkeit zugunsten eines Traums auf und wird schlimmstenfalls irgendwann geschluckt und dann schrittweise zerstört.
